Ortsgemeinde Nußbach


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Geschichte von Reifland/Erzg.


Reifland, seit Anfang 1999 ein Ortsteil von Lengefeld, liegt auf dem Berg und doch ein bißchen versteckt östlich des Flöhatals. Die Flöha bildet die Grenze zu Lengefeld und Wünschendorf, im weiteren umrahmen den Ort der Röthenbacher Wald, die Reifländer Heide und die landschaftlich reizvoll gelegene Saidenbachtalsperre.

Der Ortsteil Reifland umfaßt eine Fläche von ca. 560 ha. Der Ort wurde angelegt als gefächertes Waldhufendorf am Silberwagenweg, welcher von Aue/Schwarzenberg kommend nach Freiberg führte.

Die bislang gefundene urkundliche Ersterwähnung datiert auf den 18. Dezember 1403. Es handelt sich um einen Brief an den Burggrafen von Leisnig, in welchem Fritzold von Polenz auf seine Güter in Reifland verzichtet. Der Name „Rifland“ bedeutet eine Siedlung auf (frühzeitig, langanhaltend) mit Reif bedecktem Land.

Bis zum Ende des 17. Jh. wütete in Europa die Pest und verschonte auch das Erzgebirge nicht.
In Reifland ereignete sich zu dieser Zeit eine wundersame Geschichte, von der die Pestsäule
an der Lippersdorfer Straße erzählt:1680 hatte der Lengefelder Pfarrer Johann Major seine gesamte Familie durch die Seuche verloren, im Angesicht des eigenen Todes wünschte er, noch einmal das Heilige Abendmahl zu empfangen.
Der Lippersdorfer Pfarrer Johann Christoph Rümmler tat ihm den Gefallen. Sie trafen sich
auf freiem Feld und vollzogen die heilige Handlung. Der Abendmahlsstein an der Pestsäule erinnert daran.

1704 wurde auf dem alten Silberwagenweg die Fahrpost eröffnet. 1723 errichtete man in Reifland eine Postsäule, eine Ganzmeilensäule, von der auch heute noch abzulesen ist, daß z.B. die Fahrzeit bis Freiberg 5 Stunden betrug.

1871-74 wurde im Flöhatal die Bahnverbindung Chemnitz – Komotau gebaut. Es entstanden auf Reifländer Flur der Bahnhof Reifland mit Poststation und der Haltepunkt Rauenstein.

Das größte bauliche Ereignis in Reifland erfolgte in den Jahren 1929-33 mit der Errichtung der Talsperre im Saidenbachtal. Bis zu 1.100 Arbeiter waren in Spitzenzeiten hier beschäftigt. Der schnell steigende Wasserbedarf der Stadt Chemnitz erforderte den Bau der schon 1912 projektierten Talsperre.

Für Besucher bietet Reifland vor allem landschaftliche Schönheit. Es befindet sich hier ein ausgedehntes Wanderwegenetz mit Anbindung an den Wanderweg Görlitz-Greiz. Vom Parkplatz am Ortseingang - dort gibt es auch einen Kinderspielplatz - erreicht man die Mauerkrone der Saidenbachtalsperre in wenigen Minuten zu Fuß, diese ist täglich bis zur Abenddämmerung begehbar. Reiter können den Fernreitweg benutzen. Er führt entlang des Erzgebirges auch durch das Ortsgebiet im Röthenbacher Wald.

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